Das Häufchen liegt eine Handbreit neben der Katzentoilette, als hätte die Katze ihr Ziel knapp verfehlt. Meist passt ihr aber etwas an der Toilette selbst nicht, etwa die Größe, die Streu oder der Standort, und dann helfen oft schon kleine Änderungen. Manchmal stecken auch Schmerzen beim Koten oder Stress dahinter.
Katze macht neben das Klo: Ursachen erkennen und abstellen
Warum die Katze neben das Katzenklo kotet
Häufig trifft einer dieser Fälle zu:
- Wenn die Katze auf dem Rand balanciert oder nur halb in der Wanne hockt, ist ihr das Klo oft zu klein oder die Streu unangenehm.
- Wenn der Haufen direkt vor dem Einstieg liegt, kann ein zu hoher Rand oder Schmerz beim Hineinklettern der Grund sein.
- Wenn die Katze nach dem Toilettengang einzelne Kotbröckchen in der Wohnung verliert, hängt oft weicher Kot im Fell am Hinterteil, vor allem bei langhaarigen Katzen.
- Wenn der Urin im Klo landet, der Kot aber regelmäßig daneben, möchte die Samtpfote ihre Geschäfte oft getrennt erledigen, oder ihr ist das benutzte Klo nicht sauber genug.
Wenn die Katze überall hinpinkelt, kommen dagegen weitere Ursachen wie eine Blasenentzündung oder Markierverhalten infrage.
Gesundheitliche Gründe für das große Geschäft neben dem Klo
Verstopfung und Schmerzen beim Koten
Wenn bei einer Katze mit Verstopfung harter Kot nur unter starkem Pressen und mit Schmerzen abgeht, kann sie das Klo mit dieser Erfahrung verbinden und danach meiden. Ähnlich wirken entzündete Analbeutel, also die kleinen Drüsensäckchen links und rechts des Afters. Eine solche Entzündung kann das Koten schmerzhaft machen. Bei Durchfall schafft es die Katze dagegen oft nicht rechtzeitig in die Wanne. Blut oder Schleim im Kot und häufiges Lecken unter dem Schwanz sollten tierärztlich abgeklärt werden, bevor an der Toilette etwas verändert wird. Wenn ein Kater vergeblich presst, gehört er sofort in die Tierarztpraxis. Was wie Verstopfung aussieht, kann bei ihm ein lebensbedrohlicher Harnröhrenverschluss sein.
Gelenkprobleme bei älteren Katzen
Arthrose, also der Verschleiß der Gelenke, bleibt bei Katzen oft lange unentdeckt, weil sie Schmerzen gut verbergen. Für eine Katze mit steifen Gelenken kann ein hoher Rand zur Hürde werden, sodass sie ihr Geschäft direkt vor dem Klo erledigt. Seltener kann eine beginnende Demenz bei Katzen dazu führen, dass ältere Tiere den Weg zur Toilette nicht mehr zuverlässig finden.
Wenn das Katzenklo nicht passt
Größe und Einstieg der Toilette
Als Faustregel sollte die Wanne etwa anderthalbmal so lang sein wie die Katze von der Nase bis zum Schwanzansatz. Ein Deckel hält zwar die Streu im Klo, staut aber Gerüche und nimmt der Katze den Überblick, weshalb manche Tiere ein offenes Modell bevorzugen. Für ältere Katzen eignet sich ein flacher Einstieg. Notfalls lässt sich auch eine niedrige Unterbettbox mit ausgeschnittenem Eingang als Toilette nutzen.
Streu, Standort und Anzahl der Toiletten
Tierärztliche Leitlinien empfehlen eine Toilette mehr, als Katzen im Haushalt leben. Auch für einen einzelnen Stubentiger sind demnach zwei Klos sinnvoll, zumal manche Katzen Urin und Kot lieber an getrennten Orten absetzen.
Die Streu sollte mindestens einmal täglich ausgesiebt werden. Alle ein bis vier Wochen empfiehlt es sich, sie komplett zu wechseln und die Wanne mit heißem Wasser auszuwaschen. Parfümierte Streu und Duftsteine können die empfindliche Katzennase abschrecken. Auch ein abrupter Wechsel der Streusorte kann dazu führen, dass die Katze neben das Klo macht. Deshalb sollte die neue Streu über ein bis zwei Wochen schrittweise unter die gewohnte gemischt werden.
Auch der Standort der Toilette spielt eine Rolle: Direkt neben dem Futternapf setzt kaum eine Katze gern Kot ab, und im Durchgangsflur fehlt ihr die nötige Ruhe.
Stress und Reviermarkierung beim Kater
Nach einem Umzug mit Katze oder dem Einzug eines weiteren Tiers fühlen sich manche Samtpfoten auf der Toilette angreifbar. Wenn ein Artgenosse dort auflauert, schafft eine zweite Toilette in einem anderen Raum eine Ausweichmöglichkeit. Wenn der Kot dagegen gut sichtbar an Türen oder Fenstern abgelegt und nicht verscharrt wird, kann vor allem bei unkastrierten Katern Middening dahinterstecken, also eine Reviermarkierung mit Kot. Eine Kastration des Katers kann hormonell bedingtes Markierverhalten verringern. Strafen verstärken das Problem häufig, weil die Katze sie mit ihren Menschen verbindet und dadurch zusätzlich unter Stress gerät.
Kot neben dem Katzenklo entfernen
Solange unsichtbare Kotrückstände am Boden zurückbleiben, riecht die Stelle für die Katze weiter nach Toilette, auch wenn Menschen längst nichts mehr wahrnehmen. Reiniger mit Ammoniak sind ungeeignet, weil sie ähnlich wie Urin riechen und die Katze erst recht anlocken können. Besser geeignet sind Enzymreiniger, die nach der angegebenen Einwirkzeit die organischen Reste zersetzen und den Geruch so an seiner Quelle beseitigen. In Teppichen ziehen Reste von weichem Kot tief in die Fasern ein. Ein Waschsauger wie der THOMAS AQUA⁺ PET & FAMILY kann die gelösten Reste dort nass heraussaugen. Sein Wasserfilter bindet dabei Gerüche. Katzenhaare im Teppich nimmt er im selben Durchgang mit auf.
Oft genügt eine einzige passende Änderung, und die Katze findet nach wenigen Tagen zurück in ihre Routine. Dann ist wieder nur das vertraute Rascheln aus der Streu zu hören, wenn die Fellnase ihr Geschäft ordentlich verscharrt und danach mit erhobenem Schwanz davonstolziert.