Hund waschen und baden

Hunde waschen: Wie es richtig geht

Ihr felliger Freund hat ein Schlammbad genommen oder sich in der Erde gewälzt? Und schon denken Sie daran, Ihren Hund zu waschen. Doch wie oft ist eine Hundewäsche wirklich sinnvoll und wie wird das Bad besonders entspannend – für Sie und den Vierbeiner?

Soll man seinen Hund waschen oder baden?

Ihr Hund erlebt viel: Auf Spaziergängen und gemeinsamen Ausflügen buddelt er in der Erde, wälzt sich durch Matsch oder Dreck, rennt durch Pfützen oder badet im See. Diese tierischen Abenteuer hinterlassen Spuren und Gerüche im Hundefell. Manchmal führt kein Weg an der ausgiebigen Hundewäsche vorbei. Allerdings sollte das Hundebad nicht zum Standardprogramm werden.

Wie oft soll man den Hund baden?

Grundsätzlich gilt: So selten wie möglich und so oft wie nötig. Zu häufiges Baden strapaziert das Hundefell und die Hundehaut:

  • Das Fell des Vierbeiners ist von Natur aus mit einer Schutzschicht, einer Art Fettfilm, ausgestattet, die eine schmutz- und wasserabweisende Wirkung hat.
  • Zu häufiges Waschen kann die Selbstreinigungskräfte des Fells schädigen.
  • Durch zu häufiges Waschen wird die Talgproduktion des Vierbeiners angekurbelt, was den Eigengeruch des Hundes verstärken kann. Waschen und Baden Sie Ihren Liebling also nur, wenn es wirklich notwendig ist. Die persönliche Duftnote eines Hundes wird sich so oder so auch nach einem Vollbad nicht ganz vertreiben lassen.

Wer sich in seinen vier Wänden daran stört, bekommt Hilfe von technologischer Seite: Heute gibt es beutellose Zyklonstaubsauger, die nicht nur Hundehaare gründlich entfernen, sondern auch die Raumluft spürbar erfrischen.

Hunde baden im Winter

Im Winter sollten Sie auf das Waschen des Hundes möglichst verzichten. Bei niedrigen Temperaturen besteht Erkältungsgefahr. Sollte sich das Baden nicht vermeiden lassen, beispielsweise bei langhaarigen Hunderassen, verlegen Sie den Waschgang auf die Abendstunden. So hat das Fell genug Zeit über Nacht zu trocknen.

Welpen baden

Welpen sollten vor dem 3. Lebensmonat generell nicht gebadet werden. Die Schutzschicht der Haut und die Fettschicht befinden sich bei Hundewelpen noch im Aufbau. Das Waschen kann der sensibles Hundehaut also schaden. Bei kleinen Welpen sollte nur die Fellbürste für die Pflege zum Einsatz kommen. Der Pluspunkt: Das Bürsten des Fells in der frühen Lebensphase zahlt auf die Bindung zwischen Mensch und Tier ein.

3 Alternativen zum Hundebaden

Anstatt denn Hund gleich zu baden, sollten Sie erst andere Möglichkeiten in Betracht ziehen:

  1. Das Hundefell ausbürsten: Die Fellpflege des Hundes ist ein Muss für jeden Hundebesitzer! Je nach Hunderasse und Fellstruktur des Hundes sollte sie fester Bestandteil der Routinen sein. Durch Bürsten und Kämmen können Sie auch Schmutz und Staub aus dem Hundefell entfernen.
  2. Mit einem feuchten Tuch arbeiten: Verkrustungen und verklebte Fellpartien können Sie mit einem feuchten Tuch abrubbeln. Auch die Pfoten Ihres Tiers können Sie mit einem angefeuchteten Lappen von Staub und Schmutz befreien.
  3. Ohren und Augen beim Hund reinigen: Neben dem Fell erfordern die Ohren und Augen Ihres Vierbeiners eine besondere Pflege. Die Ohrmuschel des Hundes reinigen Sie am besten mit einem angefeuchteten Waschlappen. Achten Sie bei den Ohren immer darauf, dass nach dem Reinigen gut getrocknet werden. So können Sie lästige Ohrentzündungen vermeiden. Bringen Sie auch bei den Hundeaugen ein feuchtes Tuch zum Einsatz: Reinigen Sie vorsichtig die Augenwinkel Ihres Hundes.

Hunde waschen: Welche Mittel sind geeignet für die Hundewäsche?

Wenn kein Weg am Baden vorbeiführt, ist die Auswahl der richtigen Reinigungsmittel entscheidend. Oft greifen Hundebesitzer zu den falschen Mitteln: Babyshampoo, normales Shampoo für uns Menschen und andere Pflegeprodukte, die wir Menschen für unsere Pflege nutzen, sind nicht für das Waschen des Hundes geeignet. Denn:

  • die Hundehaut ist dünner
  • der pH-Wert der Haut der Hunde ist höher
  • das Hundefell hat eine sensible Schutzschicht

Um das Fell und die Hautflora des Hundes zu schützen, sollten Sie spezielle Hundeshampoos verwenden. Ein entsprechendes Hundeshampoo ist besonders schonend, damit der Säureschutzmantel der Hundehaut nicht angegriffen wird. Andere Mittel und Shampoos können die Haut, ihre Fettschicht und das Fell beschädigen. Auch Hautprobleme, wie Schuppen, können die Folge sein.

Hunde baden: So geht es ganz stressfrei!

Während die meisten Menschen ein Bad genießen, kann das beim Hund Stress auslösen. Nicht alle Hunde sind an Wasser & Co. gewöhnt. Umso wichtiger ist es, dass Sie das Baden möglichst gut vorbereiten, damit Ihr felliger Freund sich möglichst entspannt. Haben Sie einen Welpen Zuhause, ist es ratsam ihn früh behutsam ans Wasser zu gewöhnen.

6 Tipps fürs entspannte Waschen Ihres Hundes:

  1. Erst bürsten, dann waschen: Bevor es ins kühle Nass geht, sollten Sie zuerst auf ein konventionelles Fellpflegeprogramm mit der Hundebürste setzen. So entfernen Sie groben Schutz und lösen Knötchen im Fell des Hundes.
  2. Gefahren vermeiden: Verstauen Sie spitze Gegenstände, Glasgefäße und alles, an dem sich Ihr Hund verletzen könnte. Stellen Sie ebenfalls alle anderen Duschpräparate und Shampoos von der Wanne weg. Platzieren Sie gleichzeitig Hundeshampoo und Handtuch in der Nähe der Badewanne – dann haben Sie später alles griffbereit.
  3. Ideale Temperatur: Achten Sie darauf, dass es im Badezimmer wohlig warm ist und es im Raum nicht zieht. Auch die Wassertemperatur ist wichtig: Sie sollte eher kühl bis lauwarm sein. Heißere Temperaturen empfinden Hunde als unangenehm.
  4. Rutschfeste Wanne: Egal ob Badewanne oder Duschwanne – es besteht Ausrutschgefahr für Ihren Hund. Deshalb sollten Sie eine entsprechende Anti-Rutschmatte verwenden. Füllen Sie nicht zu viel Wasser ein. Es ist ausreichend, wenn das Wasser bis knapp unters Knie des Hundes reicht.
  5. Der Waschvorgang: Haben Sie Ihren Hund in der Wanne platziert, geht es los! Halten Sie den Hund mit einer Hand fest, während Sie mit der anderen, Wasser über ihn schöpfen. Alternativ kann der Duschkopf mit Vorsicht genutzt werden. Heißt: Drehen Sie die Wasserleitung nicht voll auf und halten Sie die Dusche möglichst nah an den Hund, damit er sich nicht zu sehr erschreckt. Ist das Fell nass, geben Sie eine kleine Menge Hundeshampoo auf das Fell und verteilen es gut – lassen Sie Augen, Maul und Ohrpartie außen vor. Spülen Sie das Fell gut aus. Shampoo-Rückstände können zu unnötigen Reizungen der Hundehaut führen.
  6. Trockenlegen: Trocknen Sie Ihren Vierbeines mit einem Handtuch gut ab. Verzichten Sie auf den Einsatz eines Föhns. Das Geräusch kann den Hund erschrecken und die Föhnluft ist meistens viel zu warm für den Vierbeiner. Wer möchte, kann den Liebling nach dem Abtrocknen noch in ein trockenes, kuscheliges Handtuch einwickeln.

Auch wenn mit diesen Tipps, das Baden möglichst rund laufen sollte, denken Sie daran: Das Waschen oder Baden des Hundes sollte die Ausnahme bleiben. Sollte Ihr Hund Dreck in die eigenen vier Wände bringen, können professionelle Helfer Abhilfe bringen: Ein moderner Staubsauger kann Dreck und Flecken problemlos entfernen – der perfekte Helfer für Tierliebhaber.

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