Wenn die Katze Durchfall hat

Durchfall bei Katzen: Ursachen und Gegenmittel

Der Magen Ihrer Samtpfote spielt verrückt – die Katze hat Durchfall, Ihrem Liebling geht es schlecht. Doch was sind die Gründe für die Beschwerden und wie kann man dem Tier in dieser Situation helfen?

Ursachen für den Durchfall bei Katzen

Magen-Darm-Beschwerden und Verdauungsstörungen treten bei Katzen recht häufig auf. Es kommt zu Durchfall, Erbrechen gepaart mit Bauchschmerzen. Eine kräftezerrende Situation für das Tier. Meistens legt sich der Durchfall binnen einiger Stunden. Sollten die Beschwerden jedoch anhalten, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Denn hinter dem Durchfall, der Diarrhoe, können harmlose, aber auch ernstere Ursachen stecken.

Ernährung

Futterumstellung oder Fehlfütterung

Findet ein Wechsel in Sachen Futter statt, beispielsweise von Trocken- auf Nassfutter kann es sein, dass diese Veränderung zum Durchfall bei Katzen führt. Der Körper Ihrer Katze muss sich erstmal an die neue Ernährung und die unbekannten Inhaltsstoffe gewöhnen.

Oft kommt Katzen auch Nahrung zwischen die Pfoten, die gar nicht für sie geeignet ist. Stibitzt Ihr Liebling zum Beispiel scharfe Speisreste vom Esstisch, kann das zu Beschwerden mit Durchfall und Erbrechen führen. Auch Lebensmittel wie rohes Geflügel, Hülsenfrüchte oder Süßigkeiten können Bauchweh bei Katzen – und damit oft Durchfall – hervorrufen.

Futterunverträglichkeit

Ein andere Ursache für die Beschwerden Ihres Lieblings kann darin liegen, dass Ihre Katze gewisse Nahrungsmittel einfach nicht verträgt. Dazu zählen beispielsweise Milch oder bestimmte Käsesorten. Viele Katzen haben eine Laktoseintoleranz.

Erkrankungen

Infektionen

Der Durchfall bei Katzen wird oft durch Erreger, wie Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst. In manchen Fällen sind gleich mehrere unterschiedliche Erreger die Auslöser für den Infekt und damit den Durchfall der Katze.

Bei den Bakterien sind oft Salmonellen oder E.coli Bakterien die Unheilbringer, während es bei den Viren beispielsweise das Parvovirus oder FIV (Felines Immundefizienz-Virus) ist.

Vorerkrankungen und Tumore

Leidet Ihr felliger Freund unter einer Stoffwechselerkrankung, wie beispielsweise einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, kann das auch immer wieder zu Durchfällen führen. Auch chronische Darmerkrankungen haben eine Diarrhö zur Folge. Gewisse Veränderungen des Darms und Tumore in der Magen-Darm Gegend sind weitere Ursachen für den häufigen Stuhlgang.

Vergiftungen

Katzen sind in ihrem Alltag zahlreichen giftigen Substanzen und Gegenständen ausgesetzt. In den eigenen vier Wänden treffen sie zum Beispiel auf Reinigungsmittel, Pflanzendünger oder Insektizide. Freigänger und Hauskatzen begegnen in der freien Wildbahn oder Zuhause auch Pflanzen wie Oleander, Efeu oder Ficus. Dieses Grün ist Gift für Katzen.

Parasitenbefall

Besonders Freigänger erwischen auf ihrem Streifzug durchs Revier Parasiten, wie beispielsweise Würmer, Kokzidien oder Giardien. Setzen sich diese Parasiten fest, sind die Stuhlgangprobleme die Konsequenz.

H3 Fremdkörper Viele Katzen haben eine ausgesprochen große Neugier. Beim Entdecken der Welt, kann es passieren, dass Sie einen Fremdkörper runterschlucken – die Magen-Darm-Beschwerden entstehen.

Stress

Aufregung, Angst, Stress und andere psychische Gründe können den Magen-Darm-Bereich der Samtpfote auch aus dem Gleichgewicht bringen. Typische Stressauslöser sind Veränderungen in der Umgebung, andere Artgenossen oder der Blick auf den Katzenkorb für den Tierarztbesuch.

Wie erkenne ich Durchfall bei Katzen?

Der besonders häufige Stuhlgang ist das typische Anzeichen für Durchfall. Doch oft wird er auch von anderen Symptomen begleitet. Nicht alle Symptome treten gleichzeitig auf.

Mögliche Symptome im Überblick:

  • Veränderung des Aussehens und der Konsistenz des Kots: Dünnflüssiger Kot, breiiger Kot, in manchen Fällen auch mit Schleim oder Blut
  • Müdigkeit & Erschöpfung der Katze
  • Fieber
  • Dehydrierung durch Verlust von Flüssigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • andere Beschwerden wie Erbrechen
  • Gewichtsverlust

Was hilft bei Durchfall bei Katzen?

Hat der Durchfall den Stubentiger erwischt, wollen Katzenhalter ihrem Liebling so gut wie möglichen helfen. Dafür gibt es einige Maßnahmen, die Katzenfreunde ergreifen können:

Tierarztbesuch: Hält der Durchfall länger an, sollten Sie mit Ihrem Vierbeiner spätestens nach einem Tag den Tierarzt aufsuchen. Der Experte wird durch entsprechende Untersuchungen, wie eine Kotprobe, die spezifische Ursache für die Krankheit herausfinden und eine passende Behandlung und Medikamente auswählen. Sind Katzenwelpen von Durchfall betroffen, sollte noch schneller reagiert werden. Der Flüssigkeitsverlust kann für Kittens besonders gefährlich sein.

Schonkost: Bei Durchfall, ist es Zeit für Schonkost. Das Futter muss leicht verdaulich sein. Gekochter Reis mit fettarmem Fleisch, wie Hühnchen oder Pute ist beispielsweise eine gute Schonkostvariante.

Kleine Portionen an Futter: Teilen Sie die Nahrung für Ihren Vierbeiner in kleine Mengen auf und geben Sie Ihrem Tier das Futter über den Tag verteilt. Achten Sie darauf, dass die Katze das Futter langsam zu sich nimmt.

Wasser: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Vierbeiner genügend trinkt. Er verliert durch das häufige Ablassen von Kot sehr viel Flüssigkeit und das Risiko der Austrocknung besteht. Ist die Katze sehr geschwächt, platzieren Sie den Napf mit der Flüssigkeit in seiner Nähe.

Hygiene: Reinigen Sie bei Durchfall der Katze das Katzenklo besonders häufig und auch andere verschmutze Flächen, damit sich Erreger nicht weiter ausbreiten können. Nutzen Sie dafür zum Beispiel einen Tierhaarstaubsauger mit Sprühex-Technologie – ein echter Fleckentfernungsprofi.

Ruhe: Richten Sie Ihrem Liebling ein besonders gemütliches Plätzchen ein und unterstützen Sie ihn durch eine Streicheleinheit. Freigänger sollten in Zeiten des Durchfalls auf den Ausflug nach draußen verzichten – auch zum Schutz anderer Tiere.

Sprechen Sie zeitnah über die beste Hilfe mit dem Tierarzt, bevor Sie zu Vorschnell zu Hausmitteln wie Haferflocken, Kohletablette & Co. greifen.

5 Maßnahmen zur Vorbeugung von Durchfall bei Samtpfoten

Durchfall lässt sich nicht ganz vermeiden, aber mit einigen Tricks können Sie möglicherweise das Auftreten von Durchfall bei ihrer Katze reduzieren.

  1. Sauberkeit: Halten Sie Ihre eignen vier Wände sauber und entfernen Sie so möglichst Krankheitserreger. Für Tierhalter sind spezifische Staubsauger, die auch stark gegen Tierhaare sind, komfortable und effiziente Alltagshelfer Einige Modelle kombinieren kraftvolles Trockensaugen mit gründlicher Feuchtreinigung und erfrischen durch innovative Technologien sogar die Raumluft.
  2. Ernährung: Eine katzengerechte und nähstoffreiche Ernährung ist das beste Hausmittel gegen Krankheiten bei Katzen.
  3. Ordnung: Lassen Sie keine Lebensmittel unbeaufsichtigt in Ihrem Zuhause stehen – das ist viel zu verlockend für Katzen. Putzmittel & Co. sollten gut verstaut werden. Auch wenn Pflanzen eine besondere Gemütlichkeit in die eignen vier Wände bringen, gilt hier: Katzenwohl vor Schönheit. Informieren Sie sich, welche Pflanzen undenklich für Ihren Liebling sind.
  4. Wurmkuren und Impfungen: Diese Mittel sind wichtige Bausteine der Durchfall-Vorbeugungen. Lassen Sie sich vom Tierarzt beraten.
  5. Tierarztroutine: Besuchen Sie regelmäßig mit Ihrer Katze einen Tierarzt, um Ihren Vierbeiner durchchecken zu lassen. Auf diese Weise können beispielsweise chronische Erkrankungen frühzeitig erkannt werden.

Geben Sie Ihrer Katze im Falle von Durchfall Zeit, wieder auf die Pfoten zu kommen. Mit der ein oder anderen Kuscheleinheit wird es Ihr sicher bald wieder besser gehen.

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